Seit Mitte 2017 habe ich an dieser umfassenden historischen Lebensgeschichte über meinen Großonkel, die den ostfriesischen Rahmen verlässt, gearbeitet:   
Otto Cornelius Swalve wurde 1876 in Jemgumgeise (Kreis Leer) geboren und führte ein ungewöhnliches Leben. Geprägt durch die Erziehung in der Kaiserzeit und durch die kaiserliche Marine war er anschliessend in vielen Positionen tätig u. a. in Deutsch-Südwest (Namibia), Berlin, Bückeburg und Hannover als Redakteur, in Danzig (Gdansk) als Syndikus bei einer Bank und in Schneidemühl (Pila). Seine letzte Arbeitsstelle war von 1934-1946 das Deutsche Theater in Berlin als Hauptkassierer. Er hatte 1905 in Berlin eine adelige Frau aus der Familie Prüschenk von Lindenhofen geheiratet, die 1938 bereits verstarb.
Nach Ende des Krieges kehrte er als armer Rentner nach Ostfriesland zurück und wohnte bei seiner Schwester (meiner Oma) auf dem Bauernhof meiner Eltern in Eisinghausen (jetzt Stadt Leer). So wurde er zu meinem gütigen Ersatzopa bis zu seinem schrecklichen Unfalltod im Dezember 1959.
Sein einziger Sohn Heinrich Curt Otto Swalve (1906-1988) kam in der Nachkriegszeit ab und an mit seiner Frau Bella zu Besuch aus Moers, später mit seiner Freundin. Er wirkte immer ein wenig zwielichtig und suspekt.
Otto stellte sich für alle, die sich an ihn erinnern, als besonderer Mensch dar, der ungewöhnliche Dinge tat. Er war hochintelligent und hatte einen großen Erfahrungsschatz.
Er hatte sich allein auf den Weg gemacht, die Welt für sich zu entdecken und kam am Ende des Weges doch zurück in seine Heimat Ostfriesland, an der er immer noch hing. Nach über 60 Jahren ist er in den Familien Swalve und Gruis als "Onkel Otto" präsent.
Ich musste mich also mit der deutschen Geschichte vom Kaiserreich bis in die Nachkriegszeit beschäftigen, um die Lebensgeschichte dieses Großonkels und seiner Familie richtig beurteilen zu können. Das gestaltete sich zwar aufwendig, war aber auch spannend und lehrreich.
Die Coronakrise hat mich in der Endphase bei den letzten Kapiteln erwischt. Ich war seit Mitte März 2020 an mein Zuhause gebunden. Eine Recherchereise nach Berlin musste unterbleiben, so dass dort keine Erkundungen betrieben werden konnten. Gerne hätte ich noch eigene Aufnahmen von Otto Swalves Stationen in Berlin gemacht. Das digitale Bildarchiv, das Hausarchiv des Deutschen Historischen Museums in Berlin und die Staatsbibliothek in Hamburg wurden bis auf Weiteres für die externe Benutzung geschlossen.
So blieb mir nur, die Zeit in der Abgeschirmtheit unserer Behausung in Hamburg zu nutzen, um das Buch ohne die noch gewünschten fehlenden Zutaten zügig fertigzustellen.

Otto Swalve Buch

Allein in die Welt gezogen
Die Lebensgeschichte des Otto Cornelius Swalve aus Ostfriesland

Das Buch umfasst 252 Seiten mit 167 historischen Dokumenten und Abbildungen, erschienen ist es bei BoD - Books on Demand in Norderstedt. Jetzt in verbesserter Neuauflage!

 ISBN: 9783753405650   

Das Buch kostet 25,00€

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Das Buch ist auch als ebook: ISBN 9783751946667 lieferbar zum Preis von  9,99€

Eine erste ausführliche Rezension des Buches ist im Newsletter “UHU Nr. 10” des Heimat- und Kulturvereins Jemgum erschienen unter dem Titel “Otto Swalve aus Jemgumgeise”, verfasst von Gerd Kronsweide.
https://www.heimat-und-kulturverein-jemgum.de/

Bericht  über das Buch über Otto Swalve in der Rheiderland Zeitung vom 18.07.2020:

Artikel in der Schaumburger Zeiting / Landeszeitung:

Online veröffentlicht am 13. 10. 2020,   Redakteur: Karsten Klaus

Otto Cornelius Swalve war von 1911 bis 1920 Redakteur
Familienforschung führt auch zur Landes-Zeitung

BÜCKEBURG. Im Oktober vorigen Jahres bekam die Redaktion Besuch von Heino Kok aus Hamburg. Der pensionierte Berufsschullehrer war in Sachen Familienforschung unterwegs. Er recherchierte das Lebens seines Onkels Otto Cornelius Swalve. So weit nicht weiter ungewöhnlich, bieten doch die Archivbände der Landes-Zeitung viele spannende Geschichten aus vergangenen Tagen. Normalerweise verweisen wir Genealogen auf unser Online-Archiv oder auf die Bestände des Landesarchivs. In diesem Fall entwickelte sich aber ein interessanter Austausch: Koks „Onkel Otto“ hatte nämlich einen direkten Bezug zur Landes-Zeitung. Dieser war hier von 1911 bis 1920 als Redakteur beschäftigt – ein Zeitzeuge in einer bewegten spannenden Epoche.

Den Rest des Artikels kann man nur gegen Gebühr lesen (HK).

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Auch das Ostfriesland Magazin berichtete in der Septemberausgabe über das Buch auf Seite 10:

Otto Artikel